Hallo Alle!
Also erstmal gilt festzuhalten, dass das Ganze noch nicht Gesetz ist,
sondern momentan im Ratifizierungsprozess in den Länderparlamenten.
Genau darum gibt es momentan eine _politische_ Auseinandersetzung. Diese
sollte man führen. Und zwar jede und jeder, der im Netz auch in Zukunft
ohne ein völlig hirnverbranntes Gesetz publizieren können will.
Dieses Gesetz ist so ziemlich das bescheuertste was sich deutsche
Politik im Netz bisher ausgedacht hat. Das toppt den
Netzsperren-Schwachsinn noch. Alleine dass da allen ernstes von
"Sendezeiten" im Netz die Rede ist, zeigt dass das einfach ein absurdes
Dokument ist, dass man genau als solches behandeln sollte.
Selbst wenn die Landesparlamente das tatsächlich durchwinken sollten,
ist immer noch in erster Linie zu überlegen, wie man _politisch_ damit
umgeht. Ich würde dafür plädieren das offensiv zu tun und nicht in
voraus eilendem Gehorsam ein Schwachsinnsgesetz zu befolgen.
Unabhängig davon gibt es im Moment keine einheitliche Meinung was das
konkret für einzelne Webseiten juristisch heißen könnte. Es gibt dazu
sehr unterschiedliche Auffassungen. Man sollte sich da aber vielleicht
weniger an Spiegel Online halten sondern an Leute vom Fach. Siehe dazu zB:
http://is.gd/i6dFn
aber wie gesagt finde ich diese Frage momentan nicht wirklich dringend.
Dringend wäre es, sich politisch mit diesen Fragen auseinander zu
setzen. Wenn Attac das nicht selber kann, sollten wir uns Partner
suchen, denen wir vertrauen und uns deren Einschätzungen anschließen.
> das finde ich aber nicht so klar. Wollen/müssen wir uns wirklich solche
> Fesseln anlegen? Das von Bodo gebrachte Beispiel von Gewaltbildern von
> Demos finde ich da sehr bedenkenswert. Ich kann mir schon Situationen
> vorstellen, in denen wir es für politisch notwendig halten, solche
> Bilder auf unsere Seite zu stellen - und das dann wegen des
> Jugendschutzes nicht dürfen.
Genau deswegen hat insbesondere jede politische Organisation ein
Interesse, dass dieser Mist nicht durchkommt. Schon jetzt gibt es ja
diesen absurden Effekt zB bei YouTube, wo Polizei-Prügelvideos in denen
sie Kinder verprügeln nicht gezeigt werden, um Kinder zu schützen...
> Die Gefahr, dass die Attac-Seiten auf Computern in Kinderzimmern und
> Schulen gesperrt werden, kann ich nicht recht beurteilen. Ist das
> wirklich so üblich? Wenn Kinder unter 12 deshalb nicht auf die
> Attac-Seite kommen, fände ich das nicht so dramatisch. Ich glaube,
> selbst für frühreife Zehnjährige ist die Attac-Seite nicht so spannend.
> Aber wenn das dann in der Konsequenz auch bedeutet, dass die
> Attac-Seiten an Schulen an allen Computern für alle SchülerInnen
> gesperrt werden, fände ich das natürlich schon doof.
Die Befürchtung ist tatsächlich, dass Filtersoftware die Kennzeichnung
verwendet und umgekehrt alle nicht-gekennzeichneten Seiten als "ab 18"
kennzeichnet (Was faktisch im übrigen bedeutet, dass 99% des Internet
nur noch "ab 18" sind, denn es ist nicht wirklich damit zu rechnen, dass
sich Seiten in Amerika, China oder selbst in Frankreich besonders für
deutsche Jugendschutzbizarissmen interessieren). Das ist aber bisher
nicht mehr als eine begründete Befürchtung auf Grund von
Interpretationen eines durch und durch idiotischen Gesetzestextes. Es
gibt bis jetzt weder ein technisches Verfahren um Seiten zu kennzeichnen
noch die dazugehörige Filtersoftware.
Und zum Schluss noch ein Link von meinem Mitblogger Stefan, der wie ich
finde eine ganz angebrachte Haltung formuliert:
http://www.keimform.de/2010/jmstv-hoax-oder-was/
Grüße, Benni
--
Benjamin Bärmann, Attac Bundesbüro, Server-Admin, +49-69-900 281 20
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Attac-web-redaktion Mailingliste
JPBerlin - Politischer Provider
Attac-web-redaktion@listi.jpberlin.dehttps://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/attac-web-redaktion
Liebe alle,
das finde ich aber nicht so klar. Wollen/müssen wir uns wirklich solche
Fesseln anlegen? Das von Bodo gebrachte Beispiel von Gewaltbildern von
Demos finde ich da sehr bedenkenswert. Ich kann mir schon Situationen
vorstellen, in denen wir es für politisch notwendig halten, solche
Bilder auf unsere Seite zu stellen - und das dann wegen des
Jugendschutzes nicht dürfen.
Die Gefahr, dass die Attac-Seiten auf Computern in Kinderzimmern und
Schulen gesperrt werden, kann ich nicht recht beurteilen. Ist das
wirklich so üblich? Wenn Kinder unter 12 deshalb nicht auf die
Attac-Seite kommen, fände ich das nicht so dramatisch. Ich glaube,
selbst für frühreife Zehnjährige ist die Attac-Seite nicht so spannend.
Aber wenn das dann in der Konsequenz auch bedeutet, dass die
Attac-Seiten an Schulen an allen Computern für alle SchülerInnen
gesperrt werden, fände ich das natürlich schon doof.
Hhmm. Wie sehen das denn die anderen?
Viele Grüße
Frauke
Am 02.12.2010 15:10, schrieb Andreas van Baaijen:
> Danke lieber Bodo für die ausführliche Information.
> Ich bin in jedem Fall dafür, uns als jugendfrei zu klassifizieren!!
> Danke und Grüße
> andreas
>
>
>
> Am 01.12.2010 17:19, schrieb Bodo Pallmer:
>> Liebe Web-Redaktion,
>>
>> der voraussichtlich am 1.1.2011 in Kraft tretende
>> Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) zwingt uns als
>> Webseitenbetreiber dazu, uns mit der Möglichkeit einer
>> Jugendschutzkennzeichnung vertraut zu machen.
>>
>> Wenn wir Inhalte anbieten, die für Kinder unter 12 Jahren
>> problematisch sein könnten, sind wir verpflichtet, eine Kennzeichnung
>> zu machen. Ansonsten droht uns eine Abmahnung.
>>
>> Wenn unsere Inhalte für Kinder unter 12 unproblematisch sind, können
>> wir auch ganz auf eine Kennzeichnung verzichten (wie bisher).
>> Allerdings nehmen wir damit in Kauf, dass strikt eingestellte
>> sogenannte "autonome Jugendschutzprogramme", die von Eltern oder
>> LehrerInnen auf von Kindern genutzten PCs konfiguriert werden, unser
>> Webangebot sperren (weil nicht ab 0 oder ab 6 gekennzeichnet).
>>
>> In Blogger-Kreisen hat die neue Regelung bereits große Wellen
>> geschlagen, die ersten Blogs schließen; mit der Begründung, dass die
>> eigenen Inhalte ohne Experten nicht abmahnungssicher überprüft werden
>> könnten. Nach meiner Einschätzung ist dabei auch viel
>> Prinzipienreiterei im Spiel.
>>
>> Soweit ich bisher informiert bin, ist die Sache, zumal für unser
>> Webangebot, etwas einfacher:
>> Als jugendgefährdend gelten im Wesentlichen pornografische und
>> gewalttätige Bilder. Meines Wissens haben wir keine prügelnden
>> Polizisten oder ähnliches online, auch keine verletzten
>> DemonstrantInnen. Insofern kann es ausreichen, die Web-Admins der
>> Gruppen und AGs zu informieren, dass aufgrund der neuen Regelung keine
>> Fotos, die als gewalttätig eingestuft werden könnten, publiziert
>> werden sollten.
>> Was das Forum angeht, haften wir nicht für "Drittinhalte" (die von
>> BenutzerInnen eingestellten Beiträge), solange wir keine Kenntnis
>> davon haben. Eine Überwachungspflicht besteht nicht.
>>
>> Wir können uns überlegen, ob wir eine Klassifizierung wollen, um dem
>> Risiko zu entgehen, in Schulen und Kinderzimmern von den Bildschirmen
>> zu verschwinden. Ein Zeitdruck, noch im Dezember zu handeln, besteht
>> nicht. Die Möglichkeit der Klassifizierung wird technisch erst Anfang
>> des nächsten Jahres von der "Freiwilligen Selbstkontrolle
>> Multimedia-Diensteanbieter" (FSM) bereitgestellt. (Ob neben der
>> Erfassung des Domainnamens durch die FSM auch eine optische
>> Kennzeichnung erfolgen muss, wird derzeit noch diskutiert.)
>>
>> Ebenfalls Anfang 2011 wird die FSM auch "Klassifizierungssysteme" zur
>> Verfügung stellen, die den Anbietern dabei helfen sollen, die eigenen
>> Inhalte zutreffend zu bewerten. Für private Anwenderinnen soll dieser
>> Dienst kostenlos sein. Ob das auch für gemeinnützige Vereine gilt,
>> wird herauszufinden sein.
>>
>> Viele Grüße,
>> Bodo
>> --
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>> Webredaktion, Öffentlichkeitsarbeit
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hier im spiegel artikel ist von ausnahmen die rede
Ausnahme:
"Für Nachrichtensendungen, Sendungen zum politischen Zeitgeschehen im Rundfunk und vergleichbare Angebote bei Telemedien" gilt diese Regelung nicht", jedenfalls "soweit ein berechtigtes Interesse gerade an dieser Form der Darstellung oder Berichterstattung vorliegt".
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,732238,00.html
Mit freundlichem Gruß...
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Am 02.12.2010 um 15:10 schrieb Andreas van Baaijen:
> Danke lieber Bodo für die ausführliche Information.
> Ich bin in jedem Fall dafür, uns als jugendfrei zu klassifizieren!!
> Danke und Grüße
> andreas
>
>
>
> Am 01.12.2010 17:19, schrieb Bodo Pallmer:
>>
>> Liebe Web-Redaktion,
>>
>> der voraussichtlich am 1.1.2011 in Kraft tretende Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) zwingt uns als Webseitenbetreiber dazu, uns mit der Möglichkeit einer Jugendschutzkennzeichnung vertraut zu machen.
>>
>> Wenn wir Inhalte anbieten, die für Kinder unter 12 Jahren problematisch sein könnten, sind wir verpflichtet, eine Kennzeichnung zu machen. Ansonsten droht uns eine Abmahnung.
>>
>> Wenn unsere Inhalte für Kinder unter 12 unproblematisch sind, können wir auch ganz auf eine Kennzeichnung verzichten (wie bisher). Allerdings nehmen wir damit in Kauf, dass strikt eingestellte sogenannte "autonome Jugendschutzprogramme", die von Eltern oder LehrerInnen auf von Kindern genutzten PCs konfiguriert werden, unser Webangebot sperren (weil nicht ab 0 oder ab 6 gekennzeichnet).
>>
>> In Blogger-Kreisen hat die neue Regelung bereits große Wellen geschlagen, die ersten Blogs schließen; mit der Begründung, dass die eigenen Inhalte ohne Experten nicht abmahnungssicher überprüft werden könnten. Nach meiner Einschätzung ist dabei auch viel Prinzipienreiterei im Spiel.
>>
>> Soweit ich bisher informiert bin, ist die Sache, zumal für unser Webangebot, etwas einfacher:
>> Als jugendgefährdend gelten im Wesentlichen pornografische und gewalttätige Bilder. Meines Wissens haben wir keine prügelnden Polizisten oder ähnliches online, auch keine verletzten DemonstrantInnen. Insofern kann es ausreichen, die Web-Admins der Gruppen und AGs zu informieren, dass aufgrund der neuen Regelung keine Fotos, die als gewalttätig eingestuft werden könnten, publiziert werden sollten.
>> Was das Forum angeht, haften wir nicht für "Drittinhalte" (die von BenutzerInnen eingestellten Beiträge), solange wir keine Kenntnis davon haben. Eine Überwachungspflicht besteht nicht.
>>
>> Wir können uns überlegen, ob wir eine Klassifizierung wollen, um dem Risiko zu entgehen, in Schulen und Kinderzimmern von den Bildschirmen zu verschwinden. Ein Zeitdruck, noch im Dezember zu handeln, besteht nicht. Die Möglichkeit der Klassifizierung wird technisch erst Anfang des nächsten Jahres von der "Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter" (FSM) bereitgestellt. (Ob neben der Erfassung des Domainnamens durch die FSM auch eine optische Kennzeichnung erfolgen muss, wird derzeit noch diskutiert.)
>>
>> Ebenfalls Anfang 2011 wird die FSM auch "Klassifizierungssysteme" zur Verfügung stellen, die den Anbietern dabei helfen sollen, die eigenen Inhalte zutreffend zu bewerten. Für private Anwenderinnen soll dieser Dienst kostenlos sein. Ob das auch für gemeinnützige Vereine gilt, wird herauszufinden sein.
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> zu machen. Ansonsten droht uns eine Abmahnung.
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> nicht. Die Möglichkeit der Klassifizierung wird technisch erst Anfang
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